um 08:55 Labels: , Eingestellt von Markus

Mit dem Hoyt Gamemaster schlägt Hoyt eine "neue" bzw. andere Richtung ein. Weg vom traditionellen Vollholzrecurve hin zu einem Recurvebogen mit Alu bzw. Metallmittelteil. Dies ermöglicht das schiessen von sehr leichten Pfeilen, ohne dass es dem Bogen schadet und somit eine flachere und auf Entfernungen genauere Flugbahn.

Mir wurde freundlicherweise dieser Bogen für einige Wochen überlassen, sodass ich Gelegenheit hatte, ihn ausführlich zu testen. Als erstes fällt einem die Bogentasche positiv auf. Klein, handlich und durchdacht, ist diese praktische Aufbewahrungs- und Transporttasche wirklich gut zu gebrauchen. Alles hat seinen Platz und lässt sich leicht und komfortabel herausnehmen.

Beim Zusammenbau fällt einem neben dem ordentlichen Gewicht des Mittelteils die einfache aber sehr gut funktionierende Mechanik des WA-Zusammenbaus auf. Hier merkt man klar, dass Hoyt sich auf diesem Gebiet bestens auskennt. Doch wie schiesst sich nun dieser "High-Tech-Bogen"?

Der Gamemaster zieht sich von beginn an relativ straff, was jetzt aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Abschussgeräusche gibt es sicherlich Leisere, mit Sehnendämpfern kann man es aber leicht auf ein mehr als erträgliches Maß schrauben, sodass dem uneingeschränkten Bogenspass nun nichts mehr im Wege steht. Der Hoyt Gamemaster ist ein Arbeitstier, dass seinen Job bei einem Preis von ca. 400 Euro mehr als gut erledigt. Seine volle Leistung entfaltet er, sobald man mal richtig leichte Pfeile auflegt - ist schon der Hammer, wie weit man noch eine relativ flache Flugbahn hinbekommen kann :-)

Einzig der für meinen Geschmack etwas zu dünn geratene Griff ist anfänglich gewöhnungsbedürftig. Alles in Allem ist es schon ein besonderes Erlebnis, diesen modernen Recurve zu schiessen. Ich denke auch, dass eben in der Moderne dieses Bogens auch der besondere Reiz liegt. Für pure "Traditionalisten" ist er sicherlich nichts - aber wer mal die Gelegenheit hat, sollte ihn einfach mal schiessen. Meinem Schwager hat er jedenfalls so gut gefallen, dass er jetzt auch unbedingt einen will ^^

4 Kommentare:

  1. 21. Juli 2009 um 18:04  
    -BowHunter- hat gesagt…

    Toller Test. Ein Tipp von mir, wegen des schmalen Griffs: Mein Trainer hat einen Hoyt Dorado. Bei diesem ist der Griff ebenfalls schmal. Mein Trainer hat dann kurzerhand das Holzstück abgeschraubt und sich ein eigenes gebastelt. Sieht aus wie das Original, nur breiter.

  1. Ist mit Sicherheit ein geiler Bogen und irgendwie reizt er mich schon... Vielleicht eines Tages. Wenn ich zu viel Geld habe. Also irgendwie ist der schon gut. Aber so viel Metall, das stört mich ein wenig. Aber man kann nicht alles haben...
    Hach... das Leben ist hart.
    ...Vielleicht mal irgendwann. ;-)

  1. Super Testvideo, ich plane, mir den Game Hunter II in Camouflage zu kaufen und bin begeistert über die Handhabung. Danke, ihr habt meine Entscheidung bestätigt. Getestet habe ich im Geschäft den schwarzen Bogen aus dem Video, für mich als Frau ist das Griffstück genau richtig und die 35er Stärke perfekt. Nun bleibt noch zu hoffen, dass auch ich irgendwann mal so gut schieße wie im Video :-)
    Danke.

  1. 24. Januar 2015 um 04:20  
    Gerhard hat gesagt…

    Ich habe seit kurzem den Dorado mit 50#, gemessen hat er bei meinem Auszug von 29" 55#. Die Pfeile haben ein Gewicht von 6,7grs/inch.

    Ich kann nur sagen "Was für eine geile Flitze" (hab ich gelesen)