Mit dem Hoyt Gamemaster schlägt Hoyt eine "neue" bzw. andere Richtung ein. Weg vom traditionellen Vollholzrecurve hin zu einem Recurvebogen mit Alu bzw. Metallmittelteil. Dies ermöglicht das schiessen von sehr leichten Pfeilen, ohne dass es dem Bogen schadet und somit eine flachere und auf Entfernungen genauere Flugbahn.
Mir wurde freundlicherweise dieser Bogen für einige Wochen überlassen, sodass ich Gelegenheit hatte, ihn ausführlich zu testen. Als erstes fällt einem die Bogentasche positiv auf. Klein, handlich und durchdacht, ist diese praktische Aufbewahrungs- und Transporttasche wirklich gut zu gebrauchen. Alles hat seinen Platz und lässt sich leicht und komfortabel herausnehmen.
Beim Zusammenbau fällt einem neben dem ordentlichen Gewicht des Mittelteils die einfache aber sehr gut funktionierende Mechanik des WA-Zusammenbaus auf. Hier merkt man klar, dass Hoyt sich auf diesem Gebiet bestens auskennt. Doch wie schiesst sich nun dieser "High-Tech-Bogen"?
Der Gamemaster zieht sich von beginn an relativ straff, was jetzt aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Abschussgeräusche gibt es sicherlich Leisere, mit Sehnendämpfern kann man es aber leicht auf ein mehr als erträgliches Maß schrauben, sodass dem uneingeschränkten Bogenspass nun nichts mehr im Wege steht. Der Hoyt Gamemaster ist ein Arbeitstier, dass seinen Job bei einem Preis von ca. 400 Euro mehr als gut erledigt. Seine volle Leistung entfaltet er, sobald man mal richtig leichte Pfeile auflegt - ist schon der Hammer, wie weit man noch eine relativ flache Flugbahn hinbekommen kann :-)
Einzig der für meinen Geschmack etwas zu dünn geratene Griff ist anfänglich gewöhnungsbedürftig. Alles in Allem ist es schon ein besonderes Erlebnis, diesen modernen Recurve zu schiessen. Ich denke auch, dass eben in der Moderne dieses Bogens auch der besondere Reiz liegt. Für pure "Traditionalisten" ist er sicherlich nichts - aber wer mal die Gelegenheit hat, sollte ihn einfach mal schiessen. Meinem Schwager hat er jedenfalls so gut gefallen, dass er jetzt auch unbedingt einen will ^^
Heute im Test bei Bogenkram.de: der Little Stick von Bearpaw. Der Nachfolger des Jugend-Langbogens Little Star. Der Little Stick ist mit seinen 58" Bogenlänge ein wirklich kompakter und leichter Jugend-Langbogen.
Der super-bequeme Griff, welcher mir auch schon beim Prototypen-Test seines "großen" Bruders gleich positiv auffiel, umschmeichelt auch hier sofort die Hand und gibt somit gleich beim "in-die-Hand-nehmen" ein gutes Gefühl. Das Griffstück ist aus schöner, heller Esche gefertigt, die Wurfarme sind aus Ahorn. Bei diesem Bogen wurde auf ein Zierlaminat in den WA´s verzichtet, was den Bogen optisch aber auf keinen Fall abwertet. Insgesamt hat er eine frische, helle Gesamtoptik.
Und nun zum interessanten Teil - wie schiesst sich denn dieser kurze Langbogen?
Kurze Antwort: Viel besser als gedacht.
Lange Antwort: Ich war ja anfänglich etwas skeptisch, ob wohl ein 30 Pfund Dacron-Langbogen für Jugendliche Spass machen könnte im Test. Und was muss ich sagen - ich wurde überrascht. Meinen ersten Schuss wollte ich so auf 30-35 Meter machen, um zu sehen, ob die Pfeile meiner Frau auf diesem Bogen halbwegs fliegen oder ob ich mir noch ein paar neue Pfeile für den Test machen musste. Ich zog aus - "Wow", dachte ich mir. "Erstaunlich weich - naja ok - sind ja nur 30 Pfund. Halte ich lieber etwas höher"; löste, und schoss erstmal gut einen Meter über das Ziel. Ich kannte ja schon den 30 Pfund FastFlight Recurve meiner Frau recht gut, aber dieser kleine jagdlich-gebaute Langbogen überraschte mich im positiven Sinn.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Dacron-Sehnen-Bogen so wirft, vor allem nicht, für die knapp 160 - 180 Euro, was das gute Stück wohl kosten soll. Auch der Auszug ist weich und ohne Stacking bis 30" Auszugslänge. Somit auch ein idealer Einsteiger-Bogen für Erwachsene. Letztendlich war ich bis heute immer mal wieder die ein oder andere Stunde im Garten, und hab mit dem Kleinen "ein bisschen gespielt". Er macht einfach Spass. Sehr handlich, schön leise - wirklich ein toller Bogen nicht nur für Jugendliche. Meine Empfehlung für Leute, die für wenig Geld einen schönen jagdlich-handlichen Langbogen wollen: unbedingt mal probeschiessen!
Heute testet Bogenkram.de die zwei neuen Armschützer Deer Hook und Deer Hook Deluxe von der Firma Bearpaw.
Jeder kennt es: Man will schnell eine Runde Bogenschiessen im heimischen Garten und ärgert sich jedes mal eine halbe Ewigkeit damit rum, den Armschutz nicht zu fest und nicht zu lose anzulegen. Dann verrutscht er doch, ist unbequem und sitzt nicht so recht. Sicherlich kannten auch die Leute von Bogensport Bodnik die Problematik als sie sich Gedanken zu diesen zwei neuen Armschützern gemacht haben.
Der Deer Hook deluxe ist der höherpreisige der beiden (19,98 €) und der Deer Hook ist das etwas kleinere Standartmodell der Serie und schlägt mit zwei Euro weniger zu Buche.
Das eigentliche ausergewöhnliche an diesen beiden Armschützern ist das Befestigungssystem mittels Gummibändern, welche man um die Hornstückchen schlingt. Einmal eingestellt auf die richtige Größe des Armes kann man den Armschutz fortan wie einen Ärmel an und ausziehen - geht einfach, schnell und praktisch.
Mir persönlich hat der Deer Hook deluxe etwas besser gefallen, als sein kleinerer Bruder - das Leder fühlt sich hochwertiger an und er passte an meinen Unterarm gleich wie angegossen. Allerdings hörte ich auch schon Meinungen, die lieber den kleinen, kürzeren Armschutz bevorzugen - nun ja - das muss wohl letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Selbstverständlich gibts wieder einen kleinen Film, der vesucht, das Produkt so erklären und zu zeigen. Viel Spass beim gucken wünscht
www.bogenkram.de
Der Cube von Longlife ist ein 6,1 kg schwerer Trainingswürfel, für alle, die sich beim regelmäßigen Üben im Garten oder auf dem Feld nicht ihre wertvollen 3D-Tiere marode schiessen wollen. Durch das eingearbeitete Seil lässt er sich gut tragen und auch je nach Wunsch aufhängen. Einfach den Würfel auf die nächste Wiese werfen und schon kann das Training losgehen.
Durch die recht große Masse und das hohe Eigengewicht rollt der Würfel bei Beschuss nicht weg. Die Weissen Punkte auf den verschiedenen Zielflächen dienen dazu, sich leichter auf einen Punkt konzentrieren zu können. Die Pfeile meines 45# Bogens drangen zwischen 10 und 15 Zentimeter tief ein, und können schön leicht wieder gezogen werden. Allerdings wird der Schaum bei tiefen Temperaturen etwas hart, was das Pfeile ziehen etwas erschwert. Aber selbst dann ist der Cube immernoch weicher als so manches 3D-Tier anderer Hersteller.
Laut Hersteller kann man auch mit Jagdspitzen auf den Cube schiessen; da ich haber keine hatte, wird der Test wohl noch nachgereicht. Ich selbst bin mit der Preis-Leistung äusserst zufrieden und benutze den Cube bei jedem Outdoor-Training im heimischen Garten.
Nach langem, sehnlichem Warten kam eines Tages endlich der Tag der Tage. Mein Custombogen war fertig. Die Widow macht auf anhieb einen extrem wertigen Eindruck. Sie ist ziemlich schwer. Mit 1424 Gramm ist dieser Bogen aus Ebenholz/Mycarta im Griff sicherlich alles andere als ein Leichtgewicht. Wer schon meinte, der BigBear sei ein schwerer Bogen, wird hier nochmals überrascht. Aber all das Gewicht dieses Bogens, vor allem mit diesem schweren Holz hat natürlich einen entscheidenden Vorteil: es macht den Bogen ruhig und genau.
Es macht den Bogen wirklich unheimlich genau. Wie ein Uhrwerk platziert die Widow. Die Schussergebnisse, die ich am ersten Tag mit der Widow auf dem Testparcour hatte sprachen Bände. Allerdings sollte man diesen Bogen niemals ohne Beaver Puffs schiessen, da er sonst schon recht laut ist. Ebenfalls sofort positiv bemerkbar macht sich, dass sich der Bogen wirklich sehr, sehr weich und super komfortabel ziehen lässt. So weit meine Arme ziehen konnten wirklich keinerlei Stacking. Nichts.
Von der Geschwindigkeit her ist die Widow sicherlich nicht der schnellste Bogen im Bodnik-Sortiment; hier wird sie von Redman abgehängt. Wirklich vermissen tut man das Quäntchen weniger an Geschwindigkeit auf keinen Fall. Dazu kommt noch, dass man durch die große Masse des Bogens einfach so gut wie nichts vom Schuss spürt. Und so kommt einem der Bogen auch ein wenig langsamer vor, als er wirklich ist. Ich bin sogar dazu über gegangen, etwas schwerere Pfeile als vorher zu schiessen und diese Kombination macht die Custom Widow zu einem wahren Punktegaranten auf Turnieren. Es ist schlicht beeindruckend, wie genau man seine Pfeile ins Ziel setzen kann.
Mein Fazit: Der für mich optimale Bogen dieser Firma (klar - sonst hätt ich ihn mir wohl kaum bestellt). Der Preis und die Wartezeit für diesen Bogen haben sich für mich auf jeden Fall gelohnt - ich fühle mich bei jedem Schuss einfach pudelwohl und irgendwie "zuhause". Und jetzt wünsche ich viel Spass bei dem kleinen Video, welches ich über die Custom Widow gemacht habe :-)
Heute haben wir in unserem Bogentest einen bzw. den fastflight-fähigen Take-Down-Jagdrecurvebogen der Firma Bearpaw. Viele werden sich jetzt fragen, warum ich gerade diesen Bogen teste, schliesslich gibt es ihn ja schon relativ lange im Sortiment und etwas neues kann man auch nicht wirklich daran erkennen. Falsch!
Ohne großes "TamTam" hat die Firma mit der Tatze auch an diesem Bogen wieder einmal Hand angelegt. Sofort sticht ins Auge, dass das Zierlaminat der Wurfarme nicht mehr Ahorn sondern Olivenholz ist. Die Maserung an den WA´s entlang ist wirklich wunderschön und verleiht dem Bogen so auf jedenfall einen leicht edlen Touch.
Das Griffstück, welches vorher eher für große, kräftige Hände designt war ist jetzt wesentlich filigraner und mit kommt fast an den Griff des Redman´s hin. Das Mittelteil hat sich nicht nur optisch verändert: der Druckpunkt des Bogens wurde, gegenüber seines Vorgängers, leicht verändert und die Aufnahme der Wurfarme am Mittelteil hat jetzt zwei Passstifte, um den Sitz der WA´s am Griff zu präzisieren.
Die Wurfamre haben eine Lage Speed Tuff in der Mitte, kein Carbon wie landläufig angenommen, sondern ein Material, das besonders Torsionsbeständig (Verwindungssteif) ist. All diese kleinen Änderungen haben den Bogen noch einmal um ein ganzes Stückchen schneller gemacht. Ich hatte ein halbes Jahr lang das Vorgängermodell geschossen, und war wirklich überrascht, wie viel explosiver die neue Ausführung dieses Bogens die Pfeile warf.
Der Big Bear ist nicht gerade ein Leichtgewicht - und das fand ich persönlich schonmal einen großen Pluspunkt. Ich mag schwere Bögen. Ausserdem wird der Bogen dadurch schön ruhig und steht wirklich sauber im Schuss. Der Big Bear lässt sich butterweich ausziehen und schiesst sich sehr komfortabel und gutmütig.
Wer einen Reise-Bogen zum Zusammenlegen sucht, oder sich noch nicht 100%ig auf sein Zuggewicht festlegen kann, im Gegenzug aber nicht auf einen hochwertigen und leistungsfähigen Bogen verzichten will, der ist mit dem Big Bear von Bearpaw auf jedenfall richtig aufgehoben.
Die dritte Ummerstadter Winterrunde fand dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen knapp unter Null Grad statt. Diesmal habe ich mal ein kleines Video mit meinem Foto gedreht; ich bitte also das Gewackel zu entschuldigen. Es wird besser in Zukunft :-)
Leo und seine Mannen haben sich beim Stellen sehr viel Mühe gegeben, und so was diese Winterrunde meiner Ansicht nach die Schönste der diesjährigen 3 Winterrunden. Abwechslungsreiche Schüsse, von leicht bis schwer alles dabei und das Gelände wirklich super genutzt, um die Schützen zu fordern.
Peter und Philip haben wirklich hervorragend geschossen; bei mir selbst lief es leider alles andere als zufriedenstellend. Ob es daran lag, dass ich mich eine Woche vorher dazu entschlossen habe, mit dem Bogen meines Schwagers (Bearpaw Kiowa) zu schiessen oder ob es einfach nur Tagesform war - ich weiss es nicht. Aber Schwamm drüber - the Show must go on - und nächstes Jahr schiess ich dafür dann wieder vorne mit :-) In der Gesamtwertung hat es immerhin für Platz 12 gereicht; Peter hat Platz 11 geschafft.
Danke an alle für das wundervolle Turnier; Danke an den Wettergott, und Danke an das Servicepersonal, welche bei den Bratwürsten die zwei verschiedenen Brötchen-Aufschneid-Varianten angeboten haben :-)
Der Kiowa von Bearpaw ist mit seinen 52" Gesamtlänge einer kürzesten Bögen aus dem Hause Bodnik. Sein Mittelteil besteht aus Mycarta und Zebrano; die Wurfarme sind aus leistungsfähigem Ahorn gefertigt und mit Schwarzglas belegt. Zuggewichtstechnisch ist er von 25 bis 55 Pfund in der Standart-Ausführung zu bekommen; in der Custom-Ausführung kann der Bogen auch bis zu einer Zugstärke von 65 Pfund gefertig werden. Die Wurfarme sind sowohl in der Breite, als auch in der Stäkre getapert, um die Schusseigenschaften und die Schussleistung noch einmal zu erhöhen.
Doch wie schiesst sich denn jetzt dieser Kiowa? Das ist nicht in einem Satz zu beantworten. Der Kiowa ist durch seine Kürze und sein relativ geringes Gewicht nicht gerade fehlerverzeihend. Es erfordert schon eine Gewisse Konzentration im Bogenarm, beim Release den Bogen nicht zu verreissen. Für geübtere Schützen und mit ein bisschen Konzentration beim Schuss lassen sich jedoch mit dem Kiowa hervorragende Ergebnisse erzielen. Er platziert wirklich punktgenau und schiesst brutal schnell. Nachdem wir noch einen Thunderhorn-Bogenköcher angebracht haben haben sich die Schusseigenschaften noch einmal deutlich verbessert.
Fazit: Der Kiowa ist ein kleines, spassiges Kraftpaket. Ein Bogen, der unglaublich Spass macht. Er lässt sich bis 30 Zoll weich und gleichmäßig ausziehen. Wenn ich mir irgendwann nochmal einen Urlaubs- bzw. Zweitbogen zulegen sollte, so wird es sicherlich dieser sein. Für 398,00 Euro bekommt man für sein Geld einen wirklich guten Bogen, mit dem man sicherlich einige Jahre viel Spass haben wird. Mich würde es wirklich einmal reitzen, dieses Teil als Custom-Ausführung mit Speed-Wurfarmen zu schiessen :-)
Nachstehend noch ein kleines Testvideo, um den Bogen mal in Aktion zu sehen und zu hören und noch ein paar Bilder von unserem Parcourbesuch mit dem Kiowa.